Branding
Gegen Noma e.V.

Case Study: Gegen Noma e.V.
NGO-Markenberatung gegen eine vernachlässigte Krankheit

Ausgangslage

Noma ist eine Armutskrankheit, die jährlich über 100.000 Kinder in Afrika betrifft und in 80 % der Fälle tödlich endet. Innerhalb weniger Wochen zerstört sie die Gesichter der Kinder.

Trotz dieser dramatischen Dimension ist Noma in Europa nahezu unbekannt.

Der Verein Gegen Noma e.V. verfolgt das Ziel, dieses stille Sterben zu beenden – durch Prävention, Aufklärung und langfristige Verankerung von Wissen vor Ort.

Herausforderung

Die geringe Bekanntheit erschwert die Gewinnung von Spenden, Ehrenamtlichen und institutioneller Unterstützung. Gleichzeitig erfordert die Arbeit vor Ort eine Kommunikation, die ohne Worte funktioniert – verständlich, zugänglich und kulturell anschlussfähig in Regionen mit hoher Analphabetenquote.

Unsere Rolle

Seit 2008 unterstützt Human Centric Branding den Verein pro bono im Kommunikationsbeirat.

Schwerpunkte:

  • Entwicklung von Positionierung und Markenstrategie
  • Strategische Beratung zu Spendenmotivation und Zielgruppenverständnis
  • Kommunikationsstrategie zur Gewinnung von Spenden und Eherenamtlichen
  • Gestaltung von Schulungs- und Aufklärungsmaterialien für den Einsatz in Afrika

Lösung

Der Fokus der Arbeit von “Gegen Noma” liegt in Burkina Faso – mit klarer Ausrichtung auf Prävention.

Human Centric Branding entwickelt Informations- und Lehrmaterial für den Einsatz vor Ort, damit das Wisssen über Noma in Lehrtafeln, Handzetteln, per Radio und Theaterstücken verbreitet werden kann.

Mit diesen Materialien gehen rund 500 geschulte Gesundheitsakteure in die Dorfgemeinschaften und vermitteln Wissen zu Prävention, Früherkennung und Behandlung – direkt dort, wo die Krankheit sofort mit Antibiotika gestoppt werden kann.

Erfolg

  • Gesteigerte Sichtbarkeit des Vereins in Deutschland

  • Etablierung als relevante Organisation in der Entwicklungszusammenarbeit

  • Über 50.000 geschulte Mütter jährlich in Burkina Faso

  • Förderung durch das BMZ zur Ausweitung des Programms in der Sahelzone

Fazit

Auch im Non-Profit-Bereich ist Strategie und Kommunikation ein zentraler Hebel für Wirkung. Unsere Zusammenarbeit mit dem Verein über fast 20 Jahre konnte mithelfen zu zeigen, dass eine Krankheit, die früher als unausweichlich galt, durch Wissen und gemeinsames Handeln verhindert werden kann. Für eine Welt ohne Noma.

Case Highlights:

Orientierung

1. Bestandsaufnahme

Am Anfang steht eine präzise Analyse: Wo befindet sich die Marke aktuell? Welche Botschaften sendet sie aus – und kommen diese wirklich bei den gewünschten Zielgruppen an? Wir machen sichtbar, ob die Wahrnehmung außen mit der Intention innen übereinstimmt.

2. Aufdeckung von Kommunikationslücken

SENSUS zeigt auf, wo die Kommunikation zwischen Marke und Konsument gestört ist. Welche Zeichen, Codes oder Botschaften verfehlen ihre Wirkung? Wo entstehen Missverständnisse oder gar Fehlinterpretationen?

3. Kanalübergreifende Betrachung

Wir betrachten die Marke in allen relevanten Kanälen – ob digital, analog oder im direkten Kontakt – und stellen sicher, dass die Botschaften konsistent sind.

4. Partnerschaftliche Zusammenarbeit

Unser Ansatz ist kooperativ: Wir stülpen nichts über, sondern arbeiten gemeinsam mit allen relevanten Stakeholdern. Durch die Einbindung aller entsteht ein gemeinsames Verständnis und eine breite Akzeptanz für die Ergebnisse. So werden Veränderungsprozesse angestoßen, die von allen getragen werden.

5. Grundlage für Weiterentwicklung

Am Ende entsteht ein klares, ganzheitliches Bild des Status Quo. Auf dieser Basis können strategische Entscheidungen getroffen und Marken gezielt weiterentwickelt werden – mit Klarheit, Commitment und klarer Ausrichtung.