Naming
Margot Käßmann Schule

Naming ist Führungsarbeit: Wie aus drei Schulen eine Marke mit Haltung wurde.

Ausgangslage

Die drei Berufsbildenden Schulen der Diakonie Rotenburg fusionierten zur größten Ausbildungsstätte der Region für Pflege, Gesundheit und Soziales. Was fehlte: Ein gemeinsamer Name, der über 100 Jahre Tradition respektiert, die neue Einheit emotional verbindet und im Wettbewerb um Talente ein klares Profil zeigt. Das Ziel: Eine Identität, die Kompetenz und Vertrauen ausstrahlt –
für eine Ausbildung mit Zukunft.

Herausforderung

Die Ausgangslage war komplex: Drei starke Gesellschafter, eine lange Historie und ein bereits ergebnislos abgebrochener Naming-Prozess. Es war klar: Der neue Name musste mehr als ein Kompromiss sein.

Als bedeutender Arbeitgeber und Pfeiler der Fachkräftesicherung in Nordniedersachsen waren die Erwartungen an die neue Marke hoch.

Unsere Rolle

Human Centric Branding entwickelte die strategische Naming-Plattform, moderierte den partizipativen Entscheidungsprozess und verantwortete die komplette Markenentwicklung – vom Naming über das Stakeholder-Alignment bis zum Corporate Design System und Imagefilm.

Lösung

  • Name als Haltung: Statt eines rein funktionalen Schulnamens entwickelten wir das Konzept einer „Markenidentität mit Gesicht“.
  • Die Idee: Margot Käßmann als Namensgeberin und Schirmherrin. Sie ist die bekannteste evangelische Theologin Deutschlands, eine starke Stimme für gesellschaftlichen Zusammenhalt und glaubwürdige Förderin sozialer Berufe.
  • Der Prozess: Entwicklung der Strategie auf Basis unserer SENSUS-Methodik. Definition faktischer Bewertungskriterien und Moderation eines mehrstufigen Abstimmungsprozesses, der alle 600 Schüler:innen und Lehrkräfte einbezog. Das Ergebnis: Eine einstimmige Entscheidung.
 

Corporate Design

  • Symbolik: Das Logo verbindet die Initialen der Namensgeberin mit dem Kronenkreuz der Diakonie.
  • System: Ein modulares Designsystem mit drei Farben, die für die drei Trägereinrichtungen stehen.
  • Content: Ein Imagefilm unter Mitwirkung von Dr. Margot Käßmann transportiert die Marke authentisch und glaubwürdig.

Erfolg

  • Alleinstellung: Erste Margot Käßmann Schule Deutschlands. Hohe mediale Aufmerksamkeit.
  • Identifikation: Engagierte Schirmherrin als sinnstiftendes Role Model für die überwiegend weibliche Schülerschaft.
  • Kultur: Naming als kultureller Katalysator: von der komplexen Fusion zum Wir-Gefühl.
  • Effizienz: Die SENSUS-Methodik schuf Sicherheit und beschleunigte den Prozess.

Fazit

Naming ist Führungsarbeit. Der Name „Margot Käßmann Schule“ ist im kirchlichen Bildungsumfeld alles andere als bequem.
Er ist klar, sichtbar und polarisiert – und ist genau deshalb richtig.
Human Centric Branding hat diesen mutigen Schritt strategisch vorbereitet und sicher moderiert. Das partizipative Vorgehen schuf Vertrauen und machte den Naming-Prozess zum kulturellen Startpunkt der neuen Schule.
So wuchs aus einer Fusion eine gemeinsame Identität.

Case Highlights:

Orientierung

1. Bestandsaufnahme

Am Anfang steht eine präzise Analyse: Wo befindet sich die Marke aktuell? Welche Botschaften sendet sie aus – und kommen diese wirklich bei den gewünschten Zielgruppen an? Wir machen sichtbar, ob die Wahrnehmung außen mit der Intention innen übereinstimmt.

2. Aufdeckung von Kommunikationslücken

SENSUS zeigt auf, wo die Kommunikation zwischen Marke und Konsument gestört ist. Welche Zeichen, Codes oder Botschaften verfehlen ihre Wirkung? Wo entstehen Missverständnisse oder gar Fehlinterpretationen?

3. Kanalübergreifende Betrachung

Wir betrachten die Marke in allen relevanten Kanälen – ob digital, analog oder im direkten Kontakt – und stellen sicher, dass die Botschaften konsistent sind.

4. Partnerschaftliche Zusammenarbeit

Unser Ansatz ist kooperativ: Wir stülpen nichts über, sondern arbeiten gemeinsam mit allen relevanten Stakeholdern. Durch die Einbindung aller entsteht ein gemeinsames Verständnis und eine breite Akzeptanz für die Ergebnisse. So werden Veränderungsprozesse angestoßen, die von allen getragen werden.

5. Grundlage für Weiterentwicklung

Am Ende entsteht ein klares, ganzheitliches Bild des Status Quo. Auf dieser Basis können strategische Entscheidungen getroffen und Marken gezielt weiterentwickelt werden – mit Klarheit, Commitment und klarer Ausrichtung.